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Termine, Presse
Lions Club Berlin-Wannsee Das Konzert am 19. März findet in diesem Jahr
zugunsten von Berliner helfen statt. (...) Moderiert wird
der Konzertabend von der in Berlin lebenden Amerikanerin Gayle Tufts.
Im ersten Teil des Konzertes erklingen - gespielt vom Salonorchester
der Deutschen Oper Berlin unter der Leitung von Tomasz Tomaszewski
- Melodien des Komponisten Werner Richard Heymann (1896-1961). Bis
1933 komponierte er die Musik für 15 UFA-Filme, darunter "Die
Drei von der Tankstelle" ("Ein Freund, ein guter Freund",
"Liebling, mein Herz lässt dich grüßen")
und "Der Kongress tanzt" ("Das gibt's nur einmal,
das kommt nicht wieder"). 1933 emigrierte der aus einer jüdischen
Familie stammende Heymann nach Paris und 1936 nach Hollywood. Dort
schrieb er die Musik für 44 Filme, darunter für Lubitschs
"Ninotschka" mit Greta Garbo. Gesangsolistin ist Annette
Postel. Premiere. In den frühen 30er-Jahren verfilmte die UFA "Die Drei von der Tankstelle". Jetzt kommt die musikalische Komödie in Zinnowitz auch auf die Bühne. Von Uwe Roßner Zinnowitz. Theater mit Überlänge hat etwas.
Gerade bei dem Wagnis, einen Filmklassiker auf die Bühne zu
bringen. Und dies in Zeiten, in denen Kino das Publikum längst
mit bekannten Märchen, Romanen oder gar wahren Geschichten
aus dem Leben in die Säle lockt und zudem technisch zu neuen
Ufern aufbricht. Mit der musikalischen Komödie "Die Drei
von der Tankstelle" nach der erfolgreichen Filmoperette von
Franz Schulz und Paul Frank aus dem Jahre 1930 geht Wolfgang Bordel
diesen Schritt. Der Erfolg am Premierenabend gab ihm Recht. Bis
auf den letzten Platz füllten die Zuschauer die "Blechbüchse"
der Vorpommerschen Landesbühne Anklam. Und dies am vorletzten
Tag des alten Jahres. (...) Bisschen Glück: Zwanziger Jahre im Philharmonischen Salon Scherze über ausverkaufte Häuser darf sich erlauben, wer selber vor ausverkauften Häusern spielt. Hier geht es um eine Reportage aus dem Berlin von 1927, die im „Philharmonischen Salon“ zitiert wird. Und Kurator Götz Teutsch spürt, dass die musikalisch-literarische Erfolgsserie der Berliner Philharmoniker auf ein Publikum aus „Freunden“ trifft. „Irgendwo auf der Welt“ von dem vielseitig präsentierten Komponisten Werner Richard Heymann bildet diesmal das Motto zum „Flanieren durch das Berlin der Zwanziger Jahre“. Dagmar Manzel singt das Lied, sie ist in der Vortragsfolge Göre und Seele zugleich, um am Ende noch einmal ihr „kleines bisschen Glück“ zu beschwören. Da ist das Programm schon ernst und tief geworden, ein Kunstgriff entgegen üblicher Praxis, indes lustige Sachen den ersten Teil bestimmen. Texte von Tucholsky, ein Concertino von Schulhoff, eine Trauermusik von Hindemith, „Der Graben“ von Eisler stehen für die Gefühle zwischen dem Ersten Weltkrieg und der nahenden Katastrophe. Anfangs schimmert mit Kurt Weill „Berlin im
Licht“ – und staccato zählt Comedian-Rezitator
Robert Gallinowski die Legion musischer und kommerzieller Sensationen
in der tanzenden Stadt auf. Für Jazz und Kaffeehausmusik engagieren
sich Manfred Preis (gefeierter Saxofonist), Martin Stegner (Viola),
Cordelia Höfer, Uwe Hilprecht (Klavier), Helmut Nieberle (Jazzgitarre),
Kotowa Machida (Violine), Esko Laine (Bass), klassische Melodien
feiern Emmanuel Pahud und Gábor Tarkövi. Am Stichwort
Massary entzündet sich ein Glanzlicht, Leo Falls „Joseph,
ach Joseph“ als entzückend alberne Darbietung der beiden
Schauspieler Manzel und Gallinowski. Durch die Mauerfallszenerie
vom Potsdamer Platz kommend, kann man sich im Kammermusiksaal zurückträumen
an denselben Ort vor 85 Jahren. Die Sorgen haben auch damals nicht
gefehlt. Sybill Mahlke |
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